Einladung Gerd Marschand "Besuch im Atelier",
Acryl, Aquarell, Farbstift, Graphit auf Leinwand
115 x 201 cm

Rückblick auf die Einzelausstellung des Künstlers Gerd Marschand "Panoptikum" 16.10. – 17.11.2011

Rückblick auf Eröffnung und Finissage


Die Eröffnung

der Ausstellung "PANOPTIKUM" erlebten im fast übervollen Haus weit mehr als 200 Interessierte. Galerist Wolf Maack begrüsste die Gäste, stellte in sehr herzlicher Weise den anwesenden Künstler Gerd Marschand vor und kündigte Laudator Augustin Martin Noffke an, der sodann eine fulminante und tiefgründige Einführung in Werk und Arbeitsweise des vielseitig begabten Künstlers gab.

Gerd Marschand und Wolf Maack – ein gutes Gespann für eine Präsentation feinster Gemälde und herrlicher Skulpturen. Diese und der TV-Bericht im NDR Hamburg-Journal über den Künstler erzeugten ein so starkes Echo, dass die Ausstellung bis zum letzten Tag sehr gut besucht war. Zu sehen waren jeweils in feinster Technik ausgeführte Gemälde und Zeichnungen sowie Skulpturen in verschiedenen Materialien, die alle Marschands sozialkritische und intensive Auseinandersetzung mit heutigen Problemen erkennen lassen. Erotische Arbeiten, zentrales Thema von Gerd Marschand, wurden zum Teil als zu freizügig erachtet, so dass vier Exponate zu bestimmten Zeiten zugehängt werden mussten.


Die Finissage

Eine für ihn ganz aussergewöhnliche Aktion hatte Gerd Marschand als Finale seiner Schau im Sinn, und zwar das Exponat "Besuch im Atelier" betreffend. Dieses Gemälde, mit dem er sich in seiner akribischen Weise mehr als zwei Jahre intensiv auseinandergesetzt hat, ist jetzt in der originären Form nicht mehr existent. Hier hatte Marschand auf 115 x 201 cm Leinwand eine Erzählung ins Bildhafte übersetzt, in der ein Bildhauer mit grösster Sorgfalt und Leidenschaft einen weiblichen Marmor-Torso bearbeitet, dabei vollkommene Schönheit erreicht und sodann sein Werk zertrümmert.

Die Besucher der Finissage wurden Zeuge wie das Gemälde Stück für Stück zerschnitten und verteilt wurde. Vor Entsetzen standen einigen Gästen zunächst Tränen in den Augen. Die Gewinner zogen schliesslich mit ihrem Fragment glücklich von dannen.

Autor: Franka Famm / Kunstkontakt